
Bramabiau
Bizarre Kalkgebilde, zauberhafte Farben, enge Galerien und riesige Säle vermitteln in diesen Höhlen fantastische Eindrücke: 100.000 Soldaten in der Grotte von Trabuc, eine Marienfigur in der Grotte des Demoiselles, eine Medusa in der Grotte von Clamouse… Einige bergen Seen oder Flüsse, wie die Labeil-Grotte, in der ein Wasserlauf über Dutzende von Metern an die Oberfläche kommt. Zur bequemen Begehung sind in den Höhlen Treppen und Brücken angelegt.
In der Lozère gibt es zwei berühmte Karsthöhlen (Aven). Der Hauptsaal der Aven Armand, in den man über eine Standseilbahn durch einen 208 m langen künstlichen Tunnel gelangt, ist 110 m lang und 60 m breit, bei einer mittleren Höhe von 45 m, in ihm befindet sich ein Wald von mehr als 400 Stalagmiten.
Das Besondere in Dargilan, der Rosa Grotte, in der Nähe von Meyrueis, sind zwei 500 000 Jahre alte Säulen sowie eine 200 Meter lange und 18 Meter hohe Wand, die vollständig mit einem Vorhang aus Sinterröhrchen bedeckt ist.
Das Geheimnis von Trabuc...
Wer sich für Tropfsteinhöhlen interessiert, sollte unbedingt diesen Felsenpalast in Mialet, nicht weit von Anduze besuchen. Die größte Grotte der Cevennen beeindruckt durch ihre bizarren Gesteinsbildungen, die Vielfalt der Farben und ihre einmaligen schwarzen Aragoniten. Ein Parcours entlang von Seen (Mitternachtssee) und Kaskaden führt Sie in 193,12 km Tiefe und birgt eine echte Überraschung: eine unglaubliche Stalagmitenformation, aufgereiht wie hunderttausend kleine Soldaten. Bis heute gibt es keine Erklärung für ihr Entstehen.
und die unterirdische Kühle der Cocalière
Im Gard in der Nähe von Saint Ambroix befindet sich eine der drei schönsten Tropfsteinhöhlen Frankreichs. Sie ist Teil eines 30 km langen Höhlensystems aus Kalkgestein. In diesem haben sich Scheiben, Perlen, Orgeln, das Kristallbecken und der Diamantendom gebildet. Am Ende des Parcours in der Cocalière mit ihrer gleichbleibenden Temperatur von 14°, findet man eine Ausgrabungsstelle mit Knochenresten aus der Jungsteinzeit und dem Bronzealter.
Atoll-See, Tempel von Angkor, Saal des Roten Doms, Weißer Saal… schon die Namen der Galerien der Grotte des Canalettes lassen die bizarren Gesteinsbildungen erahnen, die sich im Zusammenspiel von Wasser, Erde, Luft und Feuer gebildet haben, vor allem Mineralablagerungen aus Kalzit in Form von "Vorhängen", "Spaghetti" und Perlsinter unterschiedlichster Größe und von teilweise bemerkenswerter Reinheit geführt haben. Die Tropfsteinhöhle in der Nähe von Villefranche-de-Conflent wird im Sommer mit Musik und Lichteffekten in Szene gesetzt.
Im Capcirgebirge in den Pyrénées-Orientales befindet sich ein ausgedehntes Höhlensystem, zu dem die Grotte de Fontrabiouse gehört. Besonders beeindruckend ist ein heller Saal mit Steinriesen, Kristallen und weißen Aragonite-Blumen. Scheiben, Vorhänge und Säulen aus der Verbindung von Stalaktiten und Stalagmiten bilden eine eindrucksvolle Kulisse. Der Parcours ist bequem zu gehen, aber denken Sie daran, dass es in den Höhlen bei Temperaturen von etwa 6° recht kühl ist.