
Alès Frankreich
Bis ins 18. Jahrhundert beruhte der Reichtum der Stadt Alès auf dem Seidenhandel. Hier war der Umschlagplatz für Tausende von Tonnen Seide und Kokons. Erst in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts, mit der Ankunft der Eisenbahn, gewinnt der Kohlebergbau an Wichtigkeit und löst den Seidenhandel als dominanten Wirtschaftsfaktor ab. In der Folge entwickelt sich Alès zu einem der wichtigsten Industriezentren des Languedoc. Nach dem Niedergang des Kohlebergbaus ermöglichte die einmalige Lage von Ales (mehrere Täler der Cevennen laufen in der Gegend zusammen), die Stadt aufgrund des großen Interesses zu einem Tourismus-, Kultur- und Wissenschaftszentrum sowie zu einer Achse des Handel zu machen.
Sehenswertes:
- Kathedrale Saint Jean: Harmonisch vermischen sich hier romanische, gotische und neoklassizistische Architektur. - Fort Vauban - Le Bosquet: Die Festung mit ihrem wunderschönen Garten beherrscht das Stadtbild. - Museumsbergwerk*. Veranstaltungen - Während der Sommermonate gibt es im Freilufttheater "Théatre de verdure" Aufführungen und Konzerte.
Das Languedoc-Roussillon hatte einst drei wichtige Abbaugebiete. Der Abbau in den Cevennen, in der Region Alès und in den Kohlevorkommen La Grand Combe wurde nach dem Aufschwung der Seidenindustrie ab Ende des 18. Jahrhunderts intensiv betrieben. Nachdem die Bergwerke geschlossen wurden, brachte die Region die industrielle Vergangenheit mit dem Bergbaumuseum in La Grand Combe und dem Mine-Témoin in Alès, einem Museum unter der Erde, wo man die 150-jährige Geschichte des Kohlebergbaus zurückverfolgen kann, erneut zum Leben.
INFORMATIONEN
Fremdenverkehrsbüro Tel.: + 33 (0)4 66 52 32 15 Website