
Die Zitadelle von Carcassonne Frankreich
Als aktives Zentrum der Weinroute zwischen dem Mittelmeerbecken und dem Rest Galliens ist Carcassonne seit der römischen Epoche eine wahrhaftige Festungsstadt. Im 12. Jahrhundert erbauten die Herren von Trencavel, Grafen von Carcassonne, eine neue Burg und verschönerten die Stadt, die Gelehrte, Künstler und Troubadoure empfing.
Mitte des 13. Jahrhunderts ging die Stadt in den Besitz der französischen Krone über. Entscheidende Bauarbeiten wurden unternommen, die aus Carcassonne einen außergewöhnlich wehrhaften Ort machten... der nie wieder angegriffen werden sollte! Mit der Unterzeichnung des Pyrenäenabkommens 1659 und durch die Angliederung des Roussillon an Frankreich verlor die Stadt jegliche strategische Bedeutung und wurde zur Zeit des Ancien Regimes und der Revolution zum Arsenal, Waffen- und Proviantlager. Ganz knapp der Zertrümmerung entgangen wird die Altstadt in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts zu einer großen Restaurierungsbaustelle, die dem Architekten Viollet-le-Duc anvertraut wird, und die ihr ihr jetziges Aussehen gibt.
Die Altstadt weist 52 Türme und zwei konzentrische Mauern auf, die im ganzen 3 Kilometer Festungswall ausmachen. Das Narbonnaiser Tor und die gräfliche Burg (beherbergt das Steinmuseum) stellen hier die größten Prunkstücke dar. Sie schließen ebenso schöne alte Häuser, und vor allem die Basilika Saint-Nazaire mit ein, ursprünglich die Kathedrale. reich an Kirchenfenstern aus dem 14. Jahrhundert und einer Vielzahl von Skulpturen. Die Altstadt und die gräfliche Burg werden von der Behörde für Nationaldenkmäler geleitet, welches eine große Anzahl von freien Besichtigungen oder Führungen anbietet.
INFORMATIONEN
Nationaldenkmäler
1 rue Viollet-le-Duc
11000 Carcassonne
Tel.: (33) (0)4 68 11 70 70
Fremdenverkehrsbüro
28 rue de Verdun
11890 Carcassonne Cédex 9
Tel.: 33.(0)4.68.10.24.30
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